Im Gespräch geht es darum, warum ein geplanter Campus zweimal kurz vor dem Bau abgebrochen wurde, was an die Stelle des Gebäudes getreten ist und warum Menschen, die Wissen erarbeiten, davon bisher kaum leben können. Ein Gespräch über Plattformabhängigkeit, über die Frage, was Inhalte eigentlich wert sind, und über den Vorwurf, den beide seit Jahren hören. Kayvan Soufi-Siavash plante den Campus zuerst in Österreich, auf einem Grundstück von Erwin Thoma, aus Mondholz gebaut – bis in der Corona-Zeit absehbar wurde, dass nur Geimpfte das Gebäude hätten betreten dürfen. Der zweite Anlauf in Schweden endete mit dem NATO-Beitritt des Landes. Heute ist daraus eine Streaming-Plattform geworden, auf der Vorträge nicht am Stück, sondern in Staffeln erscheinen, und deren Träger eine Stiftung ist, damit die Einnahmen nach Abzug der Infrastruktur an die Dozenten gehen. Sein nächstes Ziel: Vorträge per Sprachklon in andere Sprachen zu bringen, damit Menschen entdecken, wen es anderswo längst gibt.

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Videoquelle: https://www.youtube.com/watch?v=BbVe2IuFiHE